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Die Feier des Kirchenjahres


Segnung des Adventskranzes - Weihnachtskrippe - Sternsingeraktion - Kerzenweihe - Blasiussegen - Aschenauflegung - Kreuzweg - Palmweihe - Osternacht - Fronleichnam - Kräutersegnung - Erntedank - Allerheiligen - Martinsfeier - Patronatsfest - Ewiges Gebet - Marienverehrung - Angelusläuten Haussegnung

 

In den Festen und Zeiten des Kirchenjahres feiern wir Jesus Christus und sein Heilswirken an uns Menschen. Wir feiern seine Menschwerdung (Weihnachten), seinen Tod am Kreuz (Karfreitag), seine Auferstehung von den Toten (Ostern), seine Heimkehr zum Vater (Christi Himmelfahrt) und die Sendung des Heiligen Geistes (Pfingsten).

 

Dreh- und Angelpunkt des Kirchenjahres ist der Sonntag, an dem wir der Auferstehung Jesu Christi gedenken. Der Sonntag geht auf den Auferstehungstag selbst zurück und wird uns durch die Apostel überliefert (vgl. Apg 20,7). Deshalb wird er auch der Urfeiertag genannt.

 

Das Kirchenjahr beginnt mit dem ersten Adventssonntag und endet mit dem Christkönigssonntag. Geprägt wird die Feier des Kirchenjahres durch eine Vielzahl von Bräuchen.

 

Segnung des Adventskranzes

Der Adventskranz ist Sinnbild des Wartens auf den kommenden Christus, dem Licht der Welt. Die Kerzen des Adventskranzes sind ein Zeichen der Hoffnung, dass nicht Dunkel und Tod, sondern Licht und Leben siegen werden. In der Vorabendmesse bzw. im Hochamt des 1. Adventssonntages wird in den Kirchen des Pastoralverbundes der Adventskranz gesegnet. Damit legen wir bewusst diese Zeit der Erwartung und der inneren Vorbereitung auf das Kommen Christi in die Hände Gottes, dessen Licht gerade in diesen Wochen unser Herz erleuchten soll.

 

Weihnachtskrippe

Zu Weihnachten wird in allen drei Kirchen des Pastoralverbundes die Krippe aufgestellt. Sie versucht uns das Geschehen der Hl. Nacht anschaulich zu machen.

 

Sternsingeraktion

In den ersten Januartagen - um das Fest der Hl. Drei Könige - ziehen alljährlich Kinder als Kaspar, Melchior und Balthasar verkleidet aus, um die frohe Kunde von der Geburt Christi durch Gesang und Wort in die Häuser zu tragen. Mit geweihter Kreide schreiben die sog. Sternsinger die Zeichen „20 C+M+B..." (Christus Mansionem Benedicat: Christus segne dieses Haus) an die Tür, zusammen mit der Jahreszahl. Die Geldspenden werden an das Kindermissionswerk weitergeleitet, während die Sternsinger selbst die Süßigkeiten als kleinen Lohn für ihren Dienst bekommen.

 

Kerzenweihe am Fest der Darstellung des Herrn (Mariä Lichtmess)

Am 2. Februar feiert die Kirche das Fest der „Darstellung des Herrn" im Tempel, das früher unter dem Namen „Mariä Lichtmess" bekannt war. Maria und Josef bringen das neugeborene Kind in den Tempel, um es Gott zu weihen. Der greise Simeon, der schon lange auf den Messias gewartet hat, erkennt in diesem Kind das Licht der Welt. Deshalb werden an diesem Tag Kerzen in der Kirche gesegnet und eine Lichterprozession gehalten. Die Kerzen sind Sinnbild für das Licht, das uns in der Heiligen Nacht erschienen ist und das nie erlöschen wird.

 

Blasiussegen

Der Hl. Blasius, auf den der Brauch des Blasiussegen zurückgeht, soll vor seinem Martyrium im Gefängnis einen Knaben, der eine Fischgräte verschluckt hatte, gesegnet und ihm dadurch das Leben gerettet haben. Am 3. Februar bzw. am Sonntag nach dem 3. Februar wird deshalb im Anschluss an die Hl. Messe mit gekreuzten Kerzen der Blasiussegen gespendet, der auf die Fürbitte des Hl. Blasius vor Halsleiden und jeglicher Krankheit bewahren soll.

 

Aschenauflegung

Der Aschermittwoch ist der Beginn der 40tägigen österlichen Bußzeit. Im Gottesdienst wird an diesem Tag die Asche gesegnet, die aus den Palmzweigen des Vorjahres bereitet worden ist. Anschließend zeichnet der Priester jedem Gläubigen ein Aschenkreuz auf die Stirn. Dieser althergebrachte Brauch versinnbildlicht die Vergänglichkeit alles Irdischen und lädt gleichzeitig die Gläubigen ein, umzukehren und ihre Herzen neu an der Frohen Botschaft auszurichten.

 

Kreuzweggebet

In der Fastenzeit sind wir besonders eingeladen, den Leidensweg Jesu zu betrachten. Dies geschieht in der Kreuzwegandacht. In allen Kirchen unseres Pastoralverbundes befindet sich eine bildliche Darstellung des Kreuzweges mit vierzehn Stationen.

 

Weihe der Palmzweige/der Palmstöcke

Mit dem Palmsonntag beginnt die Heilige Woche, in der wir das Zentrum unseres Glaubens, die Feier des Leidens, des Todes und der Auferstehung Christi begehen. Am Beginn dieses Gottesdienstes werden die Palmzweige (i.d.R. Buchsbaumzweige) und die Palmstöcke der Kommunionkinder gesegnet. Sie sollen an den umjubelten Einzug Jesu in Jerusalem erinnern, wo er nur wenige Tage später am Kreuz sterben wird. Die grünen Zweige sind Ausdruck des Sieges Christi über Sünde und Tod, nicht der Siege eines Mächtigen, sondern eines Dieners, der - aus Liebe zu uns – Leiden und Tod auf sich genommen hat.

 

Osternacht

Die Feier der Osternacht ist der Hauptgottesdienst des ganzen liturgischen Jahres. Wir versuchen sie in den Gemeinden des Pastoralverbundes zu feiern, dass sie ihre reiche Symbolkraft entfalten kann. Am Beginn der Osternacht wird in einer Lichtfeier die Osterkerze entzündet. Es folgen ein längerer Wortgottesdienst, die Taufwasserweihe und die festliche Feier der Eucharistie.

 

 

 

Die Feier des Fronleichnamsfestes

Am Fronleichnamstag bringen wir in der Eucharistiefeier und in der anschließenden Prozession unsere Freude über die Gegenwart des Herrn inmitten seiner Gemeinde und den Weg Christi mit seiner Kirche durch die Zeit zum Ausdruck.

 

Kräutersegnung

Seit alters her weis man um die heilende Kraft der Kräuter. Am Fest der Aufnahme Mariens in den Himmel (15.08.) bzw. am Sonntag nach dem Fest werden im Gottesdienst die mitgebrachten Kräuterbüschel gesegnet; sie sollen dem ganzen Menschen Segen und Heil bringen.

 

Erntedankfest

Am ersten Sonntag im Oktober feiern wir das Erntedankfest. In den Kirchen unseres Pastoralverbundes werden aus verschiedenen Erntegaben sog. „Erntealtäre" errichtet als Dank an Gott für die Gaben der Schöpfung und der menschlichen Arbeit. Seit vielen Jahren ist mit dem Erntedankfest die Aktion Minibrot verbunden. In Schwaney findet alle 3 Jahre der Erntedankfest-Umzug statt – organisiert durch die Landjugend (KLJB)!

 

Totengedenken an Allerheiligen/Allerseelen

An Allerheiligen/Allerseelen (1./2. November) gedenkt die Kirche seit alters her der Verstorbenen, vor allem jener Menschen, die uns besonders nahegestanden sind. Der Tod wird dabei nicht als Ende angesehen, sondern als Übergang in das ewige Leben, in dem wir – wie wir Christen hoffen – eines Tages mit unseren lieben Verstorbenen wieder vereint sein werden. In der Feier

der Eucharistie und in Andachten auf den Friedhöfen gedenken wir besonders auch der Verstorbenen des letzten Jahres. Ihre Namen werden vorgelesen und für jeden Verstorbenen wird eine Kerze entzündet.

 

Martinsfeier

Jedes Kind kennt die Geschichte, in der Sankt Martin seinen Soldatenmantel mit einem frierenden Bettler teilt; in der Nacht erscheint ihm Christus – mit jenem abgeschnittenen Mantelstück bekleidet. Bis zum heutigen Tag gibt es um diesen Heiligen der christlichen Nächstenliebe ein lebendiges Brauchtum, das vor allem die Kinder anspricht. Auch in unseren Gemeinden finden um den Martinstag Laternenumzüge statt.

 

Patronatsfeste

Im Laufe des Kirchenjahres gedenken wir der Heiligen, die vorbildlich im Glauben und in der Liebe zu Gott und den Menschen gelebt haben, die in besonderer Weise Jesus Christus nachgefolgt sind.

 

Ewiges Gebet

Beim Ewigen Gebet handelt es sich um eine besondere Form der eucharistischen Anbetung, bei der im täglichen Wechsel alle Gemeinden des Erzbistums im Lauf eines Jahres einbezogen sind (ewig = ohne Unterbrechung). Das ewige Gebet erinnert an die biblische Aufforderung „Betet ohne Unterlass". - In der eucharistischen Anbetung machen wir uns die besondere Gegenwart des Herrn in der Eucharistie bewusst, bedenken wir seine sich für uns hingebende Liebe. Vor dem Allerheiligsten kniend übereignen wir uns mit Christus dem Vater und vertrauen ihm unser Leben mit seinen Freuden, Sorgen und Nöten an.

 

Für die Pfarrei St. Johannes Baptist ist der 19. Dezember, der Tag des „Ewigen Gebetes".

 

Marienverehrung

Die Kirche feiert im Laufe des Kirchenjahres fünf große Festtage zu Ehren der Gottesmutter Maria:

 

- Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Januar)

- Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli)

- Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August)

- Fest Mariä Geburt (8.September)

- Hochfest der ohne Erbsünde empfangenen Jungfrau und Gottesmutter Maria (8. Dezember)

 

Neben diesen Festtagen gedenkt die Kirche noch an weiteren Tagen in besonderer Weise der Gottesmutter Maria. Hinzu kommen die beiden Marienmonate Mai und Oktober. Die Marienandachten im Mai und das gemeinsame Rosenkranzgebet im Oktober laden ein, die Gestalt und die Sendung Mariens in ihrer ganzen Fülle, in ihrer Bezogenheit auf Christus und in ihrer Bedeutung für uns Menschen, meditativ und betend zu erschließen.

 

Angelusläuten/Angelusgebet

Dreimal am Tag (morgens, mittags, abends) lädt uns das Läuten der Kirchenglocken ein, inmitten des Alltags innezuhalten und den Angelus („Engel des Herrn") zu beten (s. Gotteslob Nr. 2/7). Dieses Gebet soll an die Menschwerdung Gottes in seinem Sohn durch Maria erinnern.

 

Haussegnung

Auf dem Gebiet der Gemeinden unseres Pastoralverbundes entstehen immer wieder neue Häuser und Wohnungen. Es entspricht einer alten christlichen Sitte, diese segnen zu lassen. Auf Wunsch kommt einer

der Priester des Pastoralteams ins Haus, um die Segnung vorzunehmen. In einer kleinen Feier werden das Haus und seine Bewohner unter den besonderen Schutz Gottes gestellt.

 

Bezüglich der Haussegnung wenden Sie sich bitte an das Pfarrbüro.